(Ro./am) Ein Übertragungswagen auf einem
Wuppertaler Markt. Eine Touristin aus Freiburg bemerkt den Trubel,
bleibt stehen und folgt der Diskussion auf dem Podium. Angeregt durch
ihre Vorredner ergreift sie das Wort: „Helden sind Leute, die etwas
verbessern und nicht nur schwätzen“, spricht sie im schwäbischen Akzent
überzeugt in die Menge. Das Publikum applaudiert.
Die Menge befindet sich jedoch nicht auf einem Wuppertaler Markt
sondern im Gemeindezentrum der katholischen Kirche St. Joseph. Und die
Dame ist auch keine Tou-ristin, sondern eine von acht Darstellerinnen
des Seniorentheaters „Die SophiEsten“ des Seniorenbegegnungszentrums der
Evangelischen Kirchengemeinde Elberfeld-West. „Die SophiEsten“, das
sind Maria Schneider, Barbara Geiger, Freni Röhrens, Brigitta
Biesenbach, Luzie Muskalla, Beate Deutsch, Ingrid Erbel sowie Rosemarie
Koch, die alle absolute Theaterneulinge sind.
Am vergangenen Sonntag feierte die Theatergruppe mit ihrem eigens geschriebenen Stück „Helden“ im Café Sara Premiere.
Die eben beschriebene Szene gehört zu einer der drei Episoden im
Stück. Gemeinsam mit der Theaterpädagogin Daniela Posada-Bangert hat
sich das Ensemble, zu dem übrigens fünf Ronsdorferinnen zählen, mit der
Frage auseinandergesetzt, wer oder was ein Held ist, Ideen sowie
Konzepte für die Umsetzung entwickelt.
Das Ergebnis: Ein gut einstündiges Theaterstück, das dem
Zuschauer unterschiedliche Definitionen vom Begriff „Held“ in
verschiedenen Darstellungsverfahren präsentiert. So agieren die
Schauspielerinnen beispielsweise aus dem Publikum heraus oder lesen aus
Zeitungsartikeln vor. Neben den überwiegend ernsthafteren Aspekten, die
zum Nachdenken anregen, darf das Publikum aber auch ruhig einmal lachen.
Der Mix kam beim Ronsdorfer Publikum sehr gut an. Über das Lob,
und darüber, dass so viele Zuschauer gekommen waren, freuten sich die
Darstellerinnen, die vor ihrem aller-ersten Auftritt natürlich nervös
waren.
Noch einmal werden die SophiEsten am 9. April um 15 Uhr beim
Bergischen Kaffeetrinken in der Reformierten Gemeinde in Ronsdorf zu
sehen sein. Hierfür gibt es noch Karten im Gemeindeamt unter Telefon (02
02) 46 49 43.
Link zum Artikel: http://www.sonntagsblatt-online.de/news/2011/03/12kw/110325-04.htm
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